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Steffen Börm: Veröffentlichungen

2017

[Börm2017b]
Steffen Börm: Hierarchical matrix arithmetic with accumulated updates.
eingereicht bei Computing and Visualization in Science (2017)
Ein großer Vorteil hierarchischer Matrizen gegenüber anderen datenschwachen Formaten für nichtlokale Operatoren (FMM, Wavelets, Ewalt-Summation) besteht darin, dass sie es uns ermöglichen, algebraische Operationen wie die Matrix-Multiplikation, die Inversion oder verschiedene Faktorisierungen in fast linearer Zeit durchzuführen. Diese Operationen lassen sich auf eine Folge von Niedrigrang-Updates zurückführen, die auf Teilmatrizen des Ergebnisses angewendet werden. Dieser Artikel stellt eine Variante der H-Matrix-Arithmetik vor, bei der die Updates nicht unmittelbar ausgeführt, sondern in einer Hilfsstruktur gesammelt und anschließend gebündelt ausgeführt werden. Dadurch wird gerade bei großen Matrizen die Rechenzeit deutlich reduziert.
arXiv Preprint

[Börm/Börst/Melenk2017]
Steffen Börm, Christina Börst, Jens Markus Melenk: An analysis of a butterfly algorithm.
Computers and Mathematics with Applications (2017)
Butterfly-Algorithmen beruhen auf der Idee, eine Phasenfunktion Phi durch eine Kreuzapproximation Phi(x0,y)+Phi(x,y0)-Phi(x0,y0) anzunähern, deren Fehler sich proportional zu dem Produkt |x-x0| |y-y0| verhält. Diese Eigenschaft lässt sich ausnutzen, um Multilevel-Verfahren zu konstruieren, die sich für die effiziente Auswertung bestimmter nicht-lokaler Operatoren einsetzen lassen, beispielsweise für eine verallgemeinerte schnelle Fourier-Transformation oder für die Approximation der Einfach- und Doppelschichtoperatoren der Helmholtz-Randintegralgleichung. Unser Artikel analysiert die Stabilität und Genauigkeit dieses Ansatzes aufbauend auf den in [Börm/Melenk2017] gewonnenen Ergebnissen.
arXiv Preprint, Elsevier

[Börm/Melenk2017]
Steffen Börm, Jens Markus Melenk: Approximation of the high-frequency Helmholtz kernel by nested directional interpolation.
Numerische Mathematik, 137(1):1-34 (2017)
Bei der numerische Behandlung hochfrequenter Wellenphänomene spielt die Helmholtz-Gleichung eine wichtige Rolle. Sie lässt sich in vielen praktischen Anwendungen auf eine Randintegralformulierung zurückführen. Bei der Diskretisierung dieser Formulierung entsteht eine vollbesetzte Matrix, die datenschwach approximiert werden muss, um zu einem praktisch benutzbaren Verfahren zu kommen. Dieser Artikel widmet sich der Frage, unter welchen Bedingungen die Konvergenz eines solchen Approximationsverfahrens bewiesen werden kann. Der Ausgangspunkt ist dabei die richtungsabhängige Approximation, bei der die Kernfunktion als Produkt einer ebenen Welle und einer glatten Funktion dargestellt wird, so dass sich aus der Approximation der glatten Funktion eine Reduktion der Datenmenge ergibt.
arXiv Preprint, SpringerLink

[Börm2017]
Steffen Börm: Directional H²-matrix compression for high-frequency problems.
Numerical Linear Algebra with Applications (2017)
Konventionelle Approximationstechniken (H-Matrizen, H2-Matrizen) für Integraloperatoren lassen sich nur schlecht auf Matrizen anwenden, die bei der Diskretisierung der hochfrequenten Helmholtz-Gleichung entstehen, da die wichtige Niedrigrangeigenschaft verloren geht. Einen vielversprechenden Lösungsansatz bieten richtungsabhängige Approximationen (Brandt, Engquist/Ying), bei denen abhängig von der relativen Lage von Matrixblöcken unterschiedliche Entwicklungen zum Einsatz kommen. Dieser Artikel fährt DH²-Matrizen ein, die es erlauben, die bei konventionellen Integraloperatoren sehr effizienten H²-Matrizen für den Fall der Helmholtz-Gleichung zu verallgemeinern. Neben einer Abschätzung des Speicherbedarfs stellt der Artikel einen Algorithmus vor, mit dessen Hilfe sich eine beliebige Matrix durch eine DH²-Matrix approximieren lässt, und zeigt anhand numerischer Experimente, wie effizient dieser Kompressionsansatz ist.
arXiv Preprint, Wiley

[Börm2015]
Steffen Börm: Adaptive compression of large vectors.
Mathematics of Computation (2017)
Moderne Finite-Elemente-Verfahren für partielle Differentialgleichungen verwenden häufig adaptiv verfeinerte Gitter, bei denen die Größe der Elemente von der lokalen Glattheit der Lösung abhängt. Die Schätzung des Fehlers erfordert dabei in der Regel die Ausnutzung besonderer Eigenschaften des Differentialoperators, die Implementierung der Algorithmen für die lokale Verfeinerung und Vergröberung des Gitters kann relativ aufwendig werden. Falls sich alle bei der Behandlung der Gleichung auftretenden Matrizen als H²-Matrizen darstellen lassen, bieten hierarchische Vektoren eine Alternative: Man geht theoretisch von einem maximal verfeinerten Gitter aus und verwendet die bei H²-Matrizen üblichen Cluster anstelle der finiten Elemente und die in diesem Kontext üblichen Clusterbasen anstelle der lokalen Ansatzräume. Man kann beweisen, dass sich für hierarchische Vektoren mit m Clustern die Matrix-Vektor-Multiplikation in O(m) Operationen durchführen lässt, und die dabei auftretenden lokalen Approximationsfehler können ohne zusätzliche Annahmen exakt berechnet werden, so dass sich Bestapproximationen praktisch konstruieren lassen.
arXiv Preprint, AMS

2015

[Börm/Christophersen2015]
Steffen Börm, Sven Christophersen: Approximation of BEM matrices using GPGPUs.
Moderne Grafikkarten sind hochentwickelte Vektorrechner, die sich neben der Computergrafik auch für andere rechenintensive Aufgaben einsetzen lassen. In diesem Artikel untersuchen wir, wie sich die bei der Anwendung der Randintegralmethode erforderlich numerische Integration effizient auf Grafikkarten umsetzen lässt.
arXiv Preprint

[Benner/Börm/Mach/Reimer2014]
Peter Benner, Steffen Börm, Thomas Mach und Knut Reimer: Computing the eigenvalues of symmetric H²-matrices by slicing the spectrum.
Computing and Visualization in Science, 16(7):271-282 (2015)
Eigenwerte elliptischer Differentialoperatoren spielen beispielsweise bei der Analyse von Resonanzphänomenen, aber auch bei der Untersuchung des Langzeitverhaltens parabolischer Differentialgleichungen eine wichtige Rolle. In dieser Arbeit befassen wird uns mit der Frage, wie sich beliebige Eigenwerte mit Hilfe eines Bisektionsverfahrens ermitteln lassen: Mit dem Momentensatz von Sylvester lässt sich an einer LDLT-Zerlegung einer Matrix ablesen, wieviele negative und positive Eigenwerte sie besitzt. Diese Eigenschaft können wir mit einer Spektralverschiebung kombinieren, um den m-ten Eigenwert der Matrix zu approximieren. Die bei der LDLT-Zerlegung auftretenden vollbesetzten Matrizen werden dabei durch H²-Matrizen dargestellt, so dass sich ein Aufwand von O(n log n) Operationen ergibt.
arXiv Preprint, MPI Preprint 06/2014, SpringerLink

[Börm/Reimer2014]
Steffen Börm und Knut Reimer: Efficient arithmetic operations for rank-structured matrices based on hierarchical low-rank updates.
Computing and Visualization in Science, 16(6):247-258 (2015)
H²-Matrizen eignen sich gut, um vollbesetzte Matrizen darzustellen, die beispielsweise bei der Behandlung von elliptischen Differentialgleichungen oder Integralgleichungen auftreten. Für die Konstruktion schneller Lösungsverfahren ist es wichtig, die Inverse einer H²-Matrix effizient approximieren zu können. In diesem Artikel beschreiben wir einen neuen Ansatz, der es uns erlaubt, mit O(n log n) Operationen beispielsweise die Cholesky- oder LR-Zerlegung einer H²-Matrix zu konstruieren. Die grundlegende Idee besteht darin, Niedrigrang-Updates von Teilmatrizen einer H²-Matrix mit einem Aufwand durchzuführen, der lediglich proportional zu der Anzahl der Zeilen und Spalten der Teilmatrix ist. Mit Hilfe dieser Updates lassen sich dann effiziente Verfahren für die Matrix-Multiplikation, die Invertierung und die Faktorisierung gewinnen.
arXiv Preprint, SpringerLink

2014

[Börm/Christophersen2014]
Steffen Börm und Sven Christophersen: Approximation of integral operators by Green quadrature and nested cross approximation.
eingereicht bei Numerische Mathematik (2014)
Bei der Behandlung elliptischer Differentialgleichungen mit der Randintegralmethode treten Integraloperatoren auf, deren Kernfunktion Lösung der homogenen Differentialgleichung ist. Nach dem Satz von Green lässt sich diese Kernfunktion auf einem Gebiet durch ein Integral über den Rand des Gebiets darstellen. Wenn wir das Gebiet geschickt wählen, lässt sich dieses Integral durch eine Quadraturformel approximieren und es entsteht eine entartete Näherung der Kernfunktion. Indem wir diese Näherung mit einem Kreuzapproximationsansatz kombinieren ergibt sich ein neuartiges hybrides Verfahren für die Kompression der Steifigkeitsmatrix. Es lässt sich beweisen, dass die Quadraturapproximation exponentiell konvergiert und dass auch das Gesamtverfahren bei geeigneter Wahl der Fehlertoleranzen für die Kreuzapproximation zuverlässig arbeitet. Numerische Experimente zeigen, dass das hybride Verfahren wesentlich effizienter als konkurrierende Verfahren arbeitet.
arXiv Preprint

2013

[Börm/Gördes2013]
Steffen Börm und Jessica Gördes: Low-rank approximation of integral operators by using the Green formula and quadrature.
Num. Alg. 64(3), 567-592 (2013)
Bei der Behandlung elliptischer partieller Differentialgleichungen mit Hilfe der Randelementmethode treten Integraloperatoren auf, deren Kernfunktion selber Lösung der Differentialgleichung ist. Mit Hilfe einer geeigneten Darstellungsformel, beispielsweise im Fall der Potentialgleichung der Green'schen Formel, können wir die Kernfunktion als Randintegral einer glatten Funktion darstellen und durch den Einsatz eines Quadraturverfahrens eine Approximation niedrigen Rangs konstruieren, die den Speicher- und Rechenbedarf erheblich reduziert.
Preprint, SpringerLink

2012

[Börm2012]
Steffen Börm: H²-Matrix Compression..
New Developments in the Visualization and Processing of Tensor Fields, David H. Laidlaw und Anna Vilanova (Hrsg.), Springer (2012)
Der Beitrag zu diesem Konferenzband beschäftigt sich mit dem Einsatz der H²-Matrix-Methode für die adaptive Kompression von Bilddaten. Eine modifizierte Fassung des in [Börm/Hackbusch2002a] entwickelten Algorithmus ermöglicht es, die bei der Behandlung der Zeilen der Matrix erhaltenen Zwischenergebnisse zu nutzen, um die Behandlung der Spalten in der zweiten Phase des Algorithmus und die Berechnung der Kopplungsmatrizen in der dritten erheblich zu beschleunigen.
SpringerLink

[Börm/LeBorne2012]
Steffen Börm und Sabine LeBorne: H-LU factorization in preconditioners for augmented Lagrangian and grad-div stabilized saddle point systems.
Int. J. Numer. Methods Fluids 68(1), 83-98 (2012)
Gegenstand dieses Artikels ist der Einsatz hierarchischer Matrizen bei der Konstruktion robuster Vorkonditionierer für Sattelpunktprobleme, insbesondere die Oseen-Gleichung der Strömungsmechanik.
Wiley Online Library

[Börm/Mehl2012]
Steffen Börm und Christian Mehl: Numerical Methods for Eigenvalue Problems.
DeGruyter Textbook (2012)
Dieses Lehrbuch beschäftigt sich mit den grundlegenden Verfahren für die numerische Behandlung von Eigenwertproblemen. Neben klassischen Verfahren wie der Potenzmethode, der Jacobi- und der QR-Iteration werden auch Lanczos-Verfahren für große Matrizen sowie das QZ-Verfahren für verallgemeinerte Eigenwertprobleme behandelt.
DeGruyter

2010

[Börm2010b]
Steffen Börm: Efficient Numerical Methods for Non-local Operators: H²-Matrix Compression, Algorithms and Analysis.
EMS Tracts in Mathematics Vol 14 (2010)
H²-Matrizen bieten die Möglichkeit, vollbesetzte Matrizen, die beispielsweise bei der Diskretisierung nicht-lokaler Operatoren oder als Lösungsoperatoren elliptischer Differentialgleichungen auftreten, effizient zu speichern und zu verarbeiten. Dieses Buch bietet eine umfassende Darstellung des Stands der Forschung zu diesem Thema und behandelt

  • Algorithmen für die Konstruktion von H²-Matrizen,
  • Approximationsaussagen für Integralgleichungen und elliptische partielle Differentialgleichungen sowie
  • effiziente Verfahren für die Matrix-Arithmetik, etwa für die Konstruktion von Vorkonditionierern für lineare Gleichungssysteme.

Numerische Experimente begleiten die theoretischen Untersuchungen und illustrieren das Verhalten der vorgestellten Verfahren in praktischen Anwendungen.
EMS

[Börm2010]
Steffen Börm: Approximation of solution operators of elliptic partial differential equations by H- and H²-matrices.
Numerische Mathematik, 115:165-193 (2010)
Bei der Behandlung elliptischer partieller Differentialgleichungen besteht ein großer Vorteil hierarchischer Matrizen im Vergleich zu Mehrgitterverfahren darin, dass sie springende und anisotrope Koeffizienten ohne besondere Anpassungen der Algorithmen handhaben können. In diesem Artikel entwickele ich eine verbesserte Variante des ersten Approximationsresultats von Bebendorf und Hackbusch und zeige, dass es sich auf -Matrizen übertragen lässt und dadurch der Speicherbedarf deutlich gesenkt werden kann.
MPI Preprint 85/2007, SpringerLink

2009

[Börm2009]
Steffen Börm: Construction of data-sparse H²-matrices by hierarchical compression.
SIAM J. Sci. Comput., 31:1820--1839 (2009)
Aus algorithmischer Sicht besitzen H-Matrizen eine relativ einfache Struktur: Die Matrix wird in eine Hierarchie von Untermatrizen zerlegt, und jede Untermatrix wird durch niedrigen Rang approximiert. Da alle Untermatrizen voneinander unabhängig sind, können viele Berechnung mit Hilfe sehr einfacher rekursiver Algorithm durchgeführt werden. Bei -Matrizen wird eine zusätzliche geschachtelte Hierarchie von Ansatzrämen eingeführt, die die Effizienz der Darstellung deutlich verbesserm können, aber es bisher erforderlich machten, Algorithmen so zu entwerfen, dass die Hierarchie auch bei allen Zwischenergebnissen erhalten bleibt. In diesem Artikel führe ich eine einfache Technik ein, mit der sich eine beliebige H-Matrix in eine -Matrix konvertieren lässt, indem alle Teilblöcke zunächst unabhängig aufgestellt und die Hierarchie der Ansatzräme dann rekonstruiert wird. Die resultierenden Verfahren sind ähnlich einfach und flexibel wie H-Matrix-Algorithmen, benötigen aber bei großen Problemen wesentlich weniger Speicher, da alle Zwischenergebnisse als -Matrizen dargestellt werden.
MPI Preprint 92/2007, SISC

2008

[Banjai/Börm/Sauter2008]
Lehel Banjai, Steffen Börm und Stefan A. Sauter: FEM for elliptic eigenvalue problems: How coarse can the coarsest mesh be chosen? An experimental study.
Computing and Visualization in Science, 11:363-372 (2008)
Die üblichen Fehlerabschätzungen für die Behandlung von Eigenwertproblemen mit Hilfe von Galerkin-Diskretisierungen, etwa mittels der Finite-Elemente-Methode, sind asymptotischer Natur: Sofern die Gitterschrittweite klein genug ist, konvergiert die Finite-Elemente-Approximation des Eigenvektors mit der optimalen Rate. In diesem Artikel untersuchen wir, wie klein "klein genug" eigentlich ist, indem wir das Eigenwert-Mehrgitterverfahren auf Modellprobleme anwenden und systematisch die Approximationsgüte verschiedener Eigenvektoren analysieren.
SpringerLink

[Bendoraityte/Börm2008]
Joana Bendoraityte und Steffen Börm: Distributed H²-matrices for non-local operators
Computing and Visualization in Science, 11:237-249 (2008)
H²-Matrizen sind eine Technik zur Darstellung vollbesetzter Matrizen, deren Speicherbedarf, anders als bei der üblichen Darstellung durch zweidimensionale Arrays, lediglich linear mit der Anzahl der Unbekannten wächst. Dadurch wird dieser Zugang sehr attraktiv für die Behandlung großer Probleme. Da sehr große Probleme in der Regel mit Hilfe verteilter Rechner behandelt werden, stellt sich die Frage, wie H²-Matrizen auf derartigen Architekturen umgesetzt werden können. Dieser Artikel schlägt eine Vorgehensweise vor, die beweisbar eine fast perfekte parallele Effizienz erzielt.
SpringerLink

2007

[Börm/Garcke2007]
Steffen Börm und Jochen Garcke: Approximating Gaussian processes with H²-matrices
Machine Learning ECML 2007, J. Fürnkranz, S. Dzeroski, H. Blockeel, J. Ramon, P. Flach, Z.-H. Zhou, D. Roth (Hrsg.), 42-53, Springer 2007

[Börm2005b]
Steffen Börm: Adaptive variable-rank approximation of general dense matrices
SIAM Journal of Scientific Computing, 30:148-168, 2007
Verfahren variabler Ordnung nach Sauter haben das Ziel, datenschwache Approximationen diskretisierter Integraloperatoren zu konstruieren, die die optimale Komplexität O(n) in der Anzahl n der Unbekannten erreichen und außerdem dafür sorgen, dass der Approximationsfehler nicht größer als der Diskretisierungsfehler ist. Die Analyse derartiger Verfahren ist in der Regel relativ kompliziert und hängt stark von dem zugrundeliegenden Problem ab. In diesem Artikel stelle ich einen Algorithmus vor, der Approximationen variabler Ordnung für allgemeine Matrizen automatisch bestimmt: Falls eine gegebene Matrix sich durch eine -Matrix approximieren lässt, wird dieser Algorithmus diese Approximation ohne weitere Hilfestellung konstruieren.
MPI Preprint 114/2005, SISC

[Börm2005]
Steffen Börm: Data-sparse approximation of non-local operators by H²-matrices
Linear Algebra and its Applications, 422:380-403, 2007
-Matrizen erzielen ihre hohe Effizienz, indem sie eine geeignet konstruierte geschachtelte Basis zur Approximation der zulässigen Blöcke einsetzen. Bei der Anwendung auf klassische Integraloperatoren ergibt sich die Existenz dieser Basis aus der Taylor-Entwicklung oder Interpolation der zugrundeliegenden Kernfunktion, in allgemeineren Situationen dagegen ist die Frage nach der Existenz einer effizienten Basis weniger einfach zu beantworten. In diesem Artikel entwickele ich ein theoretisches Grundgerüst, mit dessen Hilfe sich auch in relativ allgemeinen Situationen die Frage nach der Existenz geschachtelter Basen analysieren lässt. Am Beispiel einiger Integral- und Differentialgleichungen demonstriere ich, wie die Theorie sich einsetzen lässt, um neue Approximationsresultate zu beweisen.
MPI Preprint 44/2005, ScienceDirect

2006

[Börm2004b]
Steffen Börm: H2-matrix arithmetics in linear complexity
Computing 77:1-28, 2006
Einer der wesentlichen Vorteile hierarchischer Matrizen besteht darin, dass sich mit ihrer Hilfe arithmetische Operationen wie die Addition, Multiplikation oder Inversion solcher Matrizen in fast lineare Komplexität approximativ durchführen lassen. In diesem Kontext bedeutet "fast", dass in Theorie und Praxis zusätzliche logarithmische Faktoren auftreten. In diesem Artikel stelle ich Algorithmen vor, mit denen sich diese Faktoren bei -Matrizen vermeiden lassen: Die beste Approximation der Summe oder des Produkts zweier -Matrizen in einer gegebenen Matrixstruktur kann so in linearer Komplexität berechnet werden. Numerische Experimente zeigen, dass die resultierenden Verfahren wesentlich schneller als die bekannten H-Matrix-Techniken sein können.
MPI Preprint 47/2004, SpringerLink

2005

[Börm/Sauter2005]
Steffen Börm und Stefan A. Sauter: BEM with linear complexity for the classical boundary integral operators
Mathematics of Computation, 74:1139-1177, 2005
AMS

[Börm/Grasedyck2004]
Steffen Börm, Lars Grasedyck: Hybrid cross approximation of integral operators.
Numerische Mathematik, 101:221-249, 2005
Ein beliebter Ansatz zur Konstruktion von Niedrigrang-Approximationen diskretisierter Integraloperatoren beruht auf der Anwendung von Kreuzapproximationstechniken nach Tyrtyshnikov und Bebendorf/Rjasanow. Dieser Ansatz hat den Vorteil, dass eine H-Matrix-Approximation sehr einfach aus einigen wenigen adaptiv gewählten Matrixeinträgen konstruiert werden kann. Bedauerlicherweise gibt es Situationen, in denen der populäre ACA-Algorithmus fehlschlägt: Es gibt Beispiele, bei denen das Verfahren meldet, dass eine gute Approximation konstruiert wurde, obwohl das nicht der Fall ist. Die Ursache liegt darin, dass während des Übergangs vom kontinuierlichen zum diskreten Problem zuviel Information verloren geht. Wir stellen einen modifizierten Zugang vor: Es wird eine Kreuzapproximation der zugrundeliegenden Kernfunktion berechnet, und erst diese Approximation wird diskretisiert, um zu einer H-Matrix zu gelangen. Wir führen den Beweis, dass dieser Ansatz konvergiert, und demonstrieren anhand numerischer Beispiele, dass die hybride Technik schneller und zuverlässiger als ihr Vorläufer ist.
MPI Preprint 68/2004, SpringerLink

[Börm2004a]
Steffen Börm: Approximation of integral operators by H²-matrices with adaptive bases
Computing, 74:249-271, 2005
Mit Hilfe von Kernapproximationen (etwa per Taylor- oder Multipol-Entwicklung oder Interpolation) konstruierte -Matrizen enthalten üblicherweise redundante Informationen, weil die zugrundelegende kontinuierliche Technik besondere Eigenschaften der Geometrie oder der Diskretisierung nicht berücksichtigen kann. In diesem Artikel stelle ich zwei Ansätze vor, mit denen sich die Effizienz verbessern lässt: Die Orthogonalisierung identifiziert im Zuge der Diskretisierung überflüssig gewordene Entwicklungsfunktionen, die Rekompression geht einen Schritt weiter und berücksichtigt auch die Kernfunktion.
MPI Preprint 18/2004, SpringerLink

[Börm/Hackbusch2003c]
Steffen Börm und Wolfgang Hackbusch: Hierarchical quadrature of singular integrals
Computing, 74:75-100, 2005
MPI Preprint 50/2003, SpringerLink

[Börm/Krzebek/Sauter2005]
Steffen Börm, Nico Krzebek und Stefan A. Sauter: May the singular integrals in BEM be replaced by zero?
Computer Methods in Applied Mechanics and Engineering, 194:383-393, 2005
MPI Preprint 86/2003, ScienceDirect

[Börm/Löhndorf/Melenk2002]
Steffen Börm, Maike Löhndorf und J. Markus Melenk: Approximation of integral operators by variable-order interpolation
Numerische Mathematik 99:605-643, 2005.
MPI Preprint 82/2002, SpringerLink

2004

[Börm2004c]
Steffen Börm: Fast evaluation of eddy current integral operators
Numerical Mathematics and Advanced Applications - ENUMATH 2003, M. Feistauer, V. Dolejsi, P. Knobloch, K. Najzar (Hrsg.), 151-158, Springer 2004.
SpringerLink

[Börm2003]
Steffen Börm: H²-matrices - Multilevel methods for the approximation of integral operators
Computing and Visualization in Science, 7:173-181, 2004.
MPI Preprint 7/2003, SpringerLink

[Börm/Hackbusch2003a]
Steffen Börm und Wolfgang Hackbusch: Approximation of boundary element operators by adaptive H²-matrices
Foundations of Computational Mathematics, Minneapolis 2002, F. Cucker, R. DeVore, P. Olver und P. Süli (Hrsg.), London Mathematical Society Lecture Note Series 312:58-75, 2004.
MPI Preprint 5/2003

[Börm/Grasedyck2002]
Steffen Börm und Lars Grasedyck: Low-rank approximation of integral operators by interpolation
Computing, 72:325-332, 2004.
MPI Preprint 72/2002, SpringerLink

2003

[Börm/Grasedyck/Hackbusch2003]
Steffen Börm, Lars Grasedyck, Wolfgang Hackbusch: Hierarchical matrices
Dieses Skript ist die Grundlage der Winterschulen über hierarchische Matrizen, die seit 2003 jährlich durch das Max-Planck-Institut veranstaltet werden. Beschrieben werden verschiedene Techniken zur Konstruktion von Niedrigrangapproximationen, Clusterungstechniken, approximative Arithmetik, Komplexitätsabschätzungen, -Matrizen und die Anwendung dieser Techniken auf Integralgleichungen, elliptische partielle Differentialgleichungen sowie Anwendungen aus der Steuerungstheorie. Außerdem enthält das Skript eine Beschreibung der grundlegenden und auch einiger der aufwendigeren Funktionen und Strukturen der HLib.
MPI Lecture Note 21/2003

[Börm/Hackbusch2003b]
Steffen Börm, Wolfgang Hackbusch: A short overview of H2-matrices
Proceedings in Applied Mathematics and Mechanics, 2:33-36, 2003.
Wiley Online Library

[Börm/Ostrowski2003]
Steffen Börm, Jörg Ostrowski: Fast evaluation of boundary integral operators arising from an eddy current problem
Journal of Computational Physics, 193:67-85, 2003.
MPI Preprint 33/2003, ScienceDirect

[Börm/Grasedyck/Hackbusch2003]
Steffen Börm, Lars Grasedyck und Wolfgang Hackbusch: Introduction to hierarchical matrices with applications
Engineering Analysis with Boundary Elements, 27:405-422, 2003.
MPI Preprint 18/2002, ScienceDirect

[Börm/Hackbusch2003]
Steffen Börm und Wolfgang Hackbusch: A short overview of H²-matrices
Proceedings in Applied Mathematics and Mechanics, 2:33-36, 2003.
Wiley Online Library

2002

[Börm/Hiptmair2002]
Steffen Börm, Ralf Hiptmair: Multigrid computation of axisymmetric electromagnetic fields
Advances in Computational Mathematics, 16:331-356, 2002.
SpringerLink

[Börm/Grasedyck/Hackbusch2002]
Steffen Börm, Lars Grasedyck, Wolfgang Hackbusch: An introduction to hierarchical matrices
Mathematica Bohemica, 127(2):229-241, 2002.
MPI Preprint 105/2001

[Börm/Hackbusch2002b]
Steffen Börm, Wolfgang Hackbusch: H2-matrix approximation of integral operators by interpolation
Applied Numerical Mathematics, 43:129-143, 2002.
MPI Preprint 104/2001, ScienceDirect

[Börm/Hackbusch2002a]
Steffen Börm, Wolfgang Hackbusch: Data-sparse approximation by adaptive H2-matrices
Computing, 69:1-35, 2002.
Während die Konstruktion der bestmöglichen Approximation einer allgemeinen Matrix durch eine HMatrix eine einfache Anwendung der Singulärwertzerlegung ist, gestaltet sich die Situation bei den effizienteren -Matrizen deutlich komplizierter, da die einzelnen Blöcke nicht unabhängig voneinander behandelt werden können und außerdem die geschachtelte Struktur der verwendeten Basen sichergestellt werden muss. In diesem Artikel stellen wir einen Algorithmus vor, der sehr effizient eine fast optimal -Matrix-Approximation konstruiert.
MPI Preprint 86/2001, SpringerLink

2001

[Börm2001]
Steffen Börm: Tensor product multigrid for Maxwell's equation with aligned anisotropy
Computing, 66:321-342, 2001.
Der in [Börm/Hiptmair2001] vorgestellte Algorithmus lässt sich mit Hilfe einer etwas verallgemeinerten Technik auch auf vektorwertige Probleme anwenden. In diesem Artikel wird bewiesen, dass sich beispielsweise die der Theorie elektromagnetischer Felder zugrundeliegenden Maxwell-Gleichungen auf diesem Wege robust in linearer Komplexität behandeln lassen.
SpringerLink

[Börm/Hiptmair2001]
Steffen Börm, Ralf Hiptmair: Analysis of tensor product multigrid
Numerical Algorithms, 26:219-234, 2001.
Dieser Artikel behandelt ein Mehrgitterverfahren, das für in einer Koordinatenrichtung singulär gestörte elliptische Differentialgleichungen robust konvergiert. Eine wichtige Anwendung sind Gleichungen, die durch Koordinatentransformation, etwa in Zylinderkoordinaten, entstehen, und die sich mit diesem Verfahren in linearer (also optimaler) Komplexität lösen lassen.
SpringerLink

2000

[Börm/Hackbusch2000]
Steffen Börm, Wolfgang Hackbusch: Computation of Electromagnetic Fields for a Humidity Sensor
Mathematics - Key Technology for the Future. Joint Projects between Universities and Industry. W. Jäger und H.-J. Krebs (Hrsg.), Springer, 2000


Prof. Dr. Steffen Börm
Lehrstuhl Scientific Computing, Institut für Informatik
Christian-Albrechts-Universität, 24118 Kiel
GPG Public Key (fingerprint F465 E985 2327 DA9E AE01 738D 9B72 3A89 9324 9CD3)

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