Sichere XML-basierte Kommunikation
Unter dem Stichwort "Applied XML Technology" verfolgen wir derzeit drei Projekte:
Firewalls for Web Services
Hier geht es darum, die Kommunikation in Service-orientierten Architekturen auf der Basis von Web Services sicherer gegen sog. "Denial-of-Service"-Angriffe (DoS-Angriffe) zu machen.
Mit Hilfe des von der AG Kommunikationssysteme entwickelten Generators können Softwarekomponenten (XML-Firewall-Systeme) automatisch erzeugt werden, die dazu dienen, die bei sog. Web Services ausgetauschten XML-codierten Datenströme automatisch auf Validität überprüfen. Dieser Generator hat als Input eine sog. Web Service Description und als Output einen angepaßten Validator, der nur solche Datenströme passieren läßt, die im Rahmen des fraglichen Web Service akzeptabel sind. Diese Technologie wurde zwischenzeitlich an einem industriellen Partner transferiert, der sich intensiv mit der Sicherung der Kommunikation im World Wide Web beschäftigt.
Weiterhin wurde in der AG Kommunikationssysteme ein neuartiges Verfahren entwickelt, das nicht nur die formale Korrektheit von XML-codierten Nachrichten abprüft, sondern zusätzlich überwacht, ob die vom Betreiber eines Server-Systems vorgegebenen Regeln ("Policy") für die Verschlüsselung und digitale Signierung von Web Service-Nachrichten eingehalten werden.
XML Technology for Marine Data Exchange, Archiving and Retrieval
Im Rahmen des Exzellenzclusters "Future Ocean" der CAU Kiel untersuchen wir, wie sich ozeanographische Daten leichter und effizienter gewinnen, archivieren und austauschen lassen. Dazu sollen diese Daten mit Metainformationen versehen werden, deren Struktur durch die XML-basierten Beschreibungssprachen SensorML, TransducerML und GeoML vorgegeben ist.
Verifikation von Eisenbahninfrastrukturen
Im Rahmen des RTVE-Projekts, das gemeinsam mit der Fa. Funkwerk IT, Kiel, durchgeführt wird, soll ein wirkungsvoller Beitrag zur effizienten Projektierung von sicheren Eisenbahn-Infrastrukturen leisten. In der Eisenbahnsignaltechnik versteht man unter Projektierung einen Prozeß, in dem die topographischen Plandaten für Gleise, Weichen und gleisseitige Sicherheitskomponenten unter der Maßgabe der logischen Verknüpfungen und Abhängigkeiten, wie sich aus einem gegebenen Zugsicherungssystem ergeben, aufbereitet und zu den entsprechenden Stellwerkselementen in Beziehung gesetzt werden. Die Projektierung einer Eisenbahn-Infrastruktur ist ein außerordentlich komplexer Prozeß. In diesem Antrag wird vorgeschlagen, zwei rechnergestützte Werkzeuge zu entwickeln, die es gestatten, einerseits den topographischen Plan einer Eisenbahn-Infrastruktur anhand eines Regelsatzes automatisch zu verifizieren, und andererseits aus der verifizierten Topographie
Planungsunterlagen für das zugehörige Stellwerk ableiten. Zur formalen Beschreibung
von Eisenbahn-Infrastrukturen einerseits und von Verifikationsregeln andererseits
soll die XML-basierte und international standardisierte Beschreibungssprache railML
verwendet bzw. erweitert werden.




