| Lehrveranstaltungen Wintersemester 2003/2004 |
| 2-std., Montag, 16 - 18 Uhr, Otto-Hahn-Platz 2, Raum 3 |
| 2-std., Dienstag, 16 - 18 Uhr, Christian-Albechts-Plat 2, Raum A (Audimax) |
Achtung! Als 4-std. Programmierpraktikum nur im Rahmen des Zertifikatsstudiums anrechenbar!
Zielgruppe:
Studierende im Hauptstudium beider Informatik-Studiengänge
(Dipl.-Inf. und Dipl.-Ing.) sowie Studierende mit Nebenfach
Informatik und Studierende des Zertifikatsstudiums.
Basis:
Grundstudium
Inhalte:
Unabhänging von der prinzipiellen Diskussion, ob
informationsverarbeitende Systeme der Informatik als Basis für die
Beschreibung und Erklärung kognitiver Phänomene geeignet
sind, gibt es Teilgebiete der "künstlichen Intelligenz",
in denen kognitive Systeme durch symbolische
Informationsverarbeitung instantiiert werden können. Hier
sind in erster Linie "Expertensysteme" zu nennen, die
inzwischen die industrielle Einsatzfähigkeit erlangt haben. Ein
grundsätzlich anderer Weg wird bei dem Versuch der
Rekonstruktion von kognitiven Leistungen über künstliche
Neuronen eingeschlagen. Künstliche neuronale Netze orientieren
sich in ihren Verarbeitungsschritten an den Prinzipien der
Informationsverarbeitung in neuronalen Geweben, soweit diese
überhaupt schon bekannt sind. Trotz aller
Unzulänglichkeiten heutiger Netze gibt es eine Fülle
interessanter Anwendungen künstlicher neuronaler Netze,
speziell zur Mustererkennung in einem sehr weiten Sinne. Im ersten
Teil der Vorlesung soll der symbolische Ansatz für die
KI-Programmierung vorgestellt werden. Ausgehend von einer
Diskussion philosophischer Positionen werden typische Probleme und
Verfahren zu ihrer Lösung im Rahmen der KI vorgestellt. Es
folgen gebräuchliche Verfahren zur Wissensrepräsentation und
zur Inferenz von ableitbarem Wissen als Kern wissensbasierter
Systeme. Im zweiten Teil der Vorlesung sollen Möglichkeiten
und Grenzen einiger typischer Modelle für künstliche
neuronale Netze dargelegt werden. In der übung soll ein
umfangreicheres KI-Programm erstellt werden. Programmiert wird mit
LISP, einer Sprache, die für die symbolische Informationsverarbeitung
geeignet ist.
Es sei darauf hingewiesen, daß diese Vorlesung zusammen mit "Ausgewählte Kapitel der Künstlichen Intelligenz" von Herrn Dr. Salski einen Block im Rahmen des Prüfungsfaches Praktische Informatik bildet.
Literatur:
Chr. Beierle, G. Kern-Isbener: Methoden wissensbasierter Systeme,
Vieweg Verlag 2000
P.H. Winston: Artificial Intelligence, 2. Aufl., Addison Wesley, Reading Mass., 1994
W.F. Clocksin, C.C. Mellish: Programming in PROLOG, Springer Verlag, 1981
J. Hertz, A. Krogh, R.G. Palmer: Introduction to the Theory of Neural Computation, Addison Wesley, 1991
E. Hecht-Nielsen: Neurocomputing, Addison Wesley, 1990